„Bereitschaftspolizei wird geschwächt“

Fußball Regionalliga Nord: Beim Spiel Eintracht Braunschweig II gegen Hannover 96 II am 23. September 2014 im Eintracht-Stadion in Braunschweig beobachten Polizisten Hannover-Fans, die im Stadion den Sieg ihrer Mannschaft feiern.

Foto: Alexander Körner/dpa

Fußball Regionalliga Nord: Beim Spiel Eintracht Braunschweig II gegen Hannover 96 II am 23. September 2014 im Eintracht-Stadion in Braunschweig beobachten Polizisten Hannover-Fans, die im Stadion den Sieg ihrer Mannschaft feiern. Foto: Alexander Körner/dpa

Hannover  Zu „Niedersachsen schickt Polizei aufs Land“ vom 17. Mai:

Nach dem Wahldebakel von Rot-Grün in Nordrhein-Westfalen dreht jetzt Ministerpräsident Weil vor Schreck am Rad. Leichtfertig schwächt er die Landesbereitschaftspolizei um 170 Beamte.

Die ohnehin schon völlig überlasteten Einsatzeinheiten vertragen schon lange keine Abgänge mehr. Was auf die restlichen Kräfte jetzt zukommt, ist schon gar nicht mehr zumutbar. Die polizeiliche Unterstützung anderer Länder kann Niedersachsen kaum verweigern, weil es dazu ein Abkommen gibt und ebenfalls die Verpflichtung zur Amtshilfe besteht.

Von kurzfristigem Personalersatz für die Bereitschaftspolizei kann überhaupt keine Rede sein, weil der zwingend notwendige Bachelor-Studiengang der Anwärter drei Jahre dauert. Danach müssen die Beamten erst für geschlossene Einsätze in der Bereitschaftspolizei weiter qualifiziert werden. Auf der anderen Seite können die in alle Windrichtungen zerstreuten Beamten der Bereitschaftspolizei die örtliche Polizeipräsenz nicht in einem spürbaren Maß erhöhen. Das ist wilder Aktionismus der Politik zulasten von Menschen, die aus großer Überzeugung ihren Polizeiberuf ausüben. Und genau solche Menschen, die täglich ihre Gesundheit und ihr Leben riskieren, haben unter den Panikreaktionen des Ministerpräsidenten Weil jetzt mehrere Jahre zu leiden.

Claus-Peter Brasche, Braunschweig

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